Trachten Greif

Weihnachtliche Schmuckstücke

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Schmuck ist seit jeher einer der beliebtesten Geschenkartikel – und das nicht nur zu Weihnachten. Doch Schmuck ist nicht gleich Schmuck. Sie suchen nach etwas ausgefallenem, extravagantem oder einmaligem? Etwas, das eine Geschichte erzählt, liebevoll in Handarbeit gefertigt ist und nicht nur über einen materiellen Wert verfügt? Dann würden wir Ihnen gerne Daniel Hiller vorstellen. Einen Goldschmied, den wir durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über die letzten Jahre hinweg kennen und schätzen lernen durften.

Der wunderschöne extravagante Schmuck in der Auslage währt einen kleinen Einblick in das, was der Schmuckdesigner in seiner Goldschmiede eigenhändig anfertigt. Das kleine, aber feine Atelier, das Werkstatt und Geschäft in sich vereint, lädt zum verweilen ein. Daniel ist ein wahrer Meister seines Fachs. Neben der klassischen Linie haben es ihm besonders Tiermotive angetan. Man erkennt sofort den Humor, den Daniel durch seine Schmuckstücke vermitteln will. Beim Betrachten des goldenen Hendls etwa oder dem Lederarmband mit den Mopsköpfen huscht einem unweigerlich ein Lächeln über das Gesicht.

Bekannt wurde der gelernte Goldschmied und staatlich geprüfte Schmuckdesigner vor allem durch die legendäre Hiller Brezn, die unzählige Male schon kopiert wurde, nie aber eine Kopie auch nur annähernd an das Original herankam.

Wir haben Daniel Hiller zusammen mit seiner Podenco-Hündin Tika in seinem Atelier in der Tegernseer Straße getroffen. Erst vor ein paar Wochen feierte er dort das 10-Jährige Bestehen seines Ladens. Dabei lernte Daniel Hiller ursprünglich Zahntechniker. Doch schon während seiner Ausbildung zeigte sich sein Geschick beim Modellieren, was ihn schließlich dazu bewegte, sich der Goldschmiedekunst zu verschreiben.

„Nach meiner Ausbildung in der Goldschmiedeschule in Schwäbisch-Gmünd habe ich beschlossen, nach Holzkirchen zurückzukehren und mich selbstständig zu machen.“

Daniels Glück war, wie er selbst sagt, die Brezn.

Bei einem Spaziergang durch München Richtung Englischen Garten kam Daniel an einem Goldschmiedeladen vorbei, der gerade neu eröffnete. „ Ich kam mit der Besitzerin ins Gespräch, woraufhin sie mich fragte, ob ich nicht bei ihr aushelfen möchte. Da meine eigene Ladeneröffnung noch bevor stand, sagte ich zu.“ So arbeitete Daniel die folgenden drei Monate in dem kleinen Schmuckladen in der Feilitzschstraße.

Nebenan befand sich ein Bäcker, der hin und wieder bei ihm vorbeischaute. Eines Tages kam er in den Laden mit der Bitte, ob Daniel ihm nicht einen Ring mit einer Semmel und einer Brezn anfertigen könne. Daniel kam dem Wunsch nach, und aus einer Laune heraus fertigte er zudem ein Collier aus lauter kleinen Brezn an, sowie einzelne Brezen-Anhänger, von denen er selbst eine an einem Lederband um den Hals trug. Auf der Schmuckmesse Inhorgenta in München wurde schließlich das Bayerische Fernsehen auf die Brezeln aufmerksam und berichtete über Daniel und seine Hiller Brezn in der Abendschau. “Und ab dem nächsten Tag klingelte das Telefon in meinem Laden.“

Die Geschichten und die Entstehung seiner Schmuckstücke sind nicht weniger interessant als das jeweilige Resultat selbst. Ebenso verhält es sich bei Daniels Weihnachtskrippe. Es ist keine typische Krippe, wie man sie kennt, aber genau das fasziniert an ihr. „ Eine Krippe wollte ich schon immer mal modellieren, die Idee kam aber erst währenddessen. Mit dem Jesuskind fing alles an, mit der Zeit kamen immer mehr Figuren dazu und irgendwann stellte sich die Frage, wie das Ganze präsentiert werden sollte. In einem silbernen Haus etwa? Aber mit einer klassischen Krippe kann ich mich nicht identifizieren ich muss mich darin schon wiedererkennen, in dem, was ich tue. Irgendwie kam dann die Idee eines Glasschreins, in dem die Figuren auf einer runden Holzplatte mit Stiften fixiert werden, sodass sie nicht umfallen, man sie aber zum säubern abnehmen kann. Außerdem kann man immer wieder eine Figur dazukaufen, die Krippe also als eine Art Sammlerstück verwenden.“ Am Rand der Holzplatte ist in einem feinen Schriftzug „Geschlossene Gesellschaft“ eingraviert. „Ich benenne oder betitle oft meine Werke, wie etwa die Schweintaler mit „Schwein gehabt“ oder die Brezn mit „Aufgebrezelt“. 

Krippe   2.800,– €

Krippe   2.800,– €

Und was hat es mit dem kleinen Teufel auf sich, der außerhalb des Glasschreins steht und die geschlossene Gesellschaft beobachtet?

„Bei mir ist immer viel Humor dabei, daher auch der Teufel. Es mag sein, dass manche Leute ihn da nicht gerne sehen, aber der Teufel gehört nun mal zu katholischen Glauben dazu; wenn ein Engel dastehen würde, würde keiner etwas sagen.“

Weihnachten selbst feiert Daniel eher traditionell: „Meine Eltern kommen am Heiligabend zu mir nach Hause, meist koche ich, es wird gemeinsam gegessen und ein gemütlicher Abend verbracht.“

Was auf keinen Fall an Weihnachten fehlen darf? „Geschenke!“, sagt Daniel und lacht.

 

Mehr von Daniel Hiller finden Sie in unserem Shop.