Trachten Greif

Unsere Tracht und die Macht

Trachten GreifComment

Ein Dokumentarfilm über das Gewand der Heimat im Bayrischen Fernsehen mit Xandy Keil.

In ihrer zweiteiligen Dokumentation "Unsere Tracht und die Macht" möchte Regisseurin Katarina Schickling belegen, dass es sich bei der bayrischen Tracht keineswegs um eine Jahrhunderte alte Traditionskleidung handelt. Bereits im ersten Teil der Dokumentation, der bereits am 08.01.15 im bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, wird deutlich, welche bedeutende Rolle die Wittelsbacher Adelsfamilie und ihre geschickte Vermarktung der Tracht als Alleinstellungsmerkmal spielten und die bayerische Tracht, so wie wir sie heute kennen, eine relativ junge Erfindung ist.

Im zweiten Teil der Dokumentation erfährt der Zuschauer neben dem Missbrauch und der Vereinnahmung von Tracht und Brauchtum im Dritten Reich, wie das Dirndl weltweit zum Sinnbild für Bayern avancierte. Hierbei hat auch Xandy Keil, Inhabern und Geschäftsführerin von Trachten Greif, mit ihrem Wissen bei der Darstellung beigetragen, wie die Tracht im 21. Jahrhundert wieder zu dem wird, was sie ursprünglich war: kleidsame Mode, aber auch Statussymbol.

Kaufhaus Greif – Historisch

Trachten Greif – Auszug Historie

Spannend in diesem Zusammenhang ist auch, dass der Ursprung der Tracht, das einfache Arbeitsgewand der Mägde war. Erst die Damen aus der Stadt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an den Tegernsee zur Sommerfrische kamen, fingen an, sich inspiriert von der ländlichen Tracht, Gewänder schneidern zu lassen. Eine Hochzeit erlebte die Tracht in den 50er und 60er Jahren, in denen beispielsweise sowohl in der Hotelerie und Gastronomie, als auch bei den Damen die ihren Sommer auf dem Land verbrachten, das Dirndl sowohl als Alltagsgewand als auch Anlasskleidung nicht mehr wegzudenken war.

Damalige Sommerfrische am Tegernsee

Trachten Greif – Auszug Historie

Zu sehen ist der zweite Teil der Dokumentation "unsere Tracht und die Macht" am Donnerstag, den 15.01.15 um 20:15 Uhr im bayerischen Fernsehen.

Den ersten Teil der Dokumentation finden sie hier in der Mediathek des BR.