Trachten Greif

Menschen, die uns umgeben: Interview mit dem Filmer und Fotograf Max Meissner

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Unsere alljährlichen Image- und Werbeshootings sind immer das authentische und erfreuliche Ergebnis eines innovativen Zusammenspiels von ganz besonderen Charakteren und Menschen. Diesen Sommer hat sich der Kreis um den talentierten, heimatverbundenen und kreativen Filmer und Fotograf Max Meissner erweitert. Ohne groß erklären zu müssen, welches Gefühl und welche Botschaft wir gerne in unseren Bildern vermitteln möchten, hat er es binnen kürzester Zeit geschafft, die Marke und Philosophie von Trachten Greif in Form eines Imagefilms einmalig zu verpacken. Was ihn selbst und seine Arbeit ausmacht, das hat er uns in einem kurzen Interview verraten.

Was bedeutet für dich Heimat und was verbindest du damit? Welchen Einfluss hat Heimat auf dein kreatives Schaffen?

 "Heimat für mich sind die Berge. Unwegsame Pfade, steile Stufen, umgekippte Bäume, Wald und Wiesen und der schwere Geruch von Latschenkiefer, da fühl i mi dahoam. Jeder Schritt durch diese Landschaft folgt meinen eigenen Entscheidungen und passiert dann doch ganz von allein. Genauso sehe das auch mit den kreativen Prozessen. Kreativität ist für mich die Fertigkeit Probleme zu lösen. Sei es, den Wurzeln auf dem Weg zum Gipfel auszuweichen oder sie bewusst als Tritte zu verwenden oder ein Model auf dem Weg zu einem überzeugenden Foto ins richtige Licht zu rücken."

Was macht den Beruf als Filmer und Fotograf für dich so besonders und wo geht dir das Herz auf?

"Auf Film- und Fotoproduktionen verbringe ich oft mehrere Tage mit unseren Models und Kunden. Wir teilen schöne Momente, Eindrücke, unsere Zeit und unser Befinden. Das reicht dann von Freude über Hunger, Spaß, Müdigkeit bis hin zu Frust und Enttäuschung. In diesen Tagen ziehen wir zusammen an einem Strang um ein größeres Ziel zu erreichen. Zusätzlich teilen meine Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen ihr Wissen mit mir und ich nehme es an, um ein angepasstes Abbild von der jeweiligen Szene zu schaffen. So kann ich jede Woche etwas anderes sein. Zum Beispiel ein ehemaliger Spezial Forces Agent, Hiphop Artist, Bierbrauer, Bergläufer, Mountainbiker, Longboarder, Ingenieur, Spitzenkoch, Kind in einem Fußball Camp oder eben ein Bayer in Tracht. Allem voran bin ich jedoch Skifahrer. Mein Herz geht auf, wenn auch in niedrigen Lagen die ersten Schneeflocken fallen. Die Landschaft wird in einen friedlichen weißen Schleier getaucht, eingefroren und gereinigt. Gereinigt von heißen Sommernächten, schwüler stickiger Luft, Sonnenbrand und Festln mit dem anschließenden obligatorischen Kater."

Wie würdest du deine Arbeit in deinen Worten beschreiben?

"Meine Arbeit besteht zu 90% aus Vorbereitung und Nachbereitung. Die Zeit, in der schließlich fotografiert und gefilmt wird, ist schwindend gering. Oft wird in der Vorbereitung gezeichnet, gelayoutet und es werden Storyboards erstellt. Dann wird geplant. Habe ich die richtigen Models, Locations, Timing, Equipment? Danach wechseln wieder dutzende E-Mails das Postfach. Das Bildmaterial wird gesichtet, ausgewählt, sortiert, geschnitten, farbkorrigiert und gegradet. Nicht zu vergessen natürlich die Buchhaltung, die unser Leben nicht gerade leichter macht. Und dann ist da ja auch noch die Öffentlichkeitsarbeit und Auftrags-Akquise. Also habe ich alles in allem einen sehr abwechslungsreichen Job."